Hörspielmusik und Electronica

Die Goldene CD für 150.000 verkaufte Tonträger
Die Goldene CD für die ???-Titelmelodie

Seit ich meine erste szenische Musik für „Das Schlosstrio“ eingespielt habe, sind meine Titel in  EUROPA-Hörspielen zu hören. Dazu zählt auch die mit Abstand erfolgreichste Hörspielproduktion der Welt, „Die drei Fragezeichen“. Die Folgen 1-124 der Serie beginnen mit meiner Vocoder-Titelmelodie. Für diese Titelmelodie wurde mir auch die Goldene Schallplatte verliehen – die Marke von 100.000 verkauften Einheiten wurde bei etlichen Folgen der drei Detektive (teils vielfach) überschritten.

Meine frühen Musiken waren sehr von den deutschen Klassikern der Elektronikszene beeinflusst und basierten auf MIDI-Recording mit vielen Hardware-Synthesizern, auf Vocodern, Drum Computern und anderen elektronischen Instrumenten. Den frühen Titeln kann man das anhören: Kaum akustische oder elektrische Instrumente, dafür viele verschiedene Hardware-Synthesizer, die gleichzeitig klingen. 

Mein meistgehörter Titel ist die Titelmelodie der drei Detektive mit dem Vocoder. Für interessierte ???-Fans stelle ich hier eine lange Version ein, die damals gemeinsam mit der verwendeten Kurzversion entstanden war. Man bekommt sie sonst ja nicht zu hören:

Bekannt ist auch die Titelmelodie der EUROPA-Hörspiel-Serie „Knight Rider“ – einer meiner ersten Titel für EUROPA und ein Beispiel für reines MIDI-Recording, damals mit C-Lab Notator Logic auf dem Atari ST und einem guten Dutzend Hardware-MIDI-Synthesizern- und Drum-Computern. Die Tracks von damals enthalten keine Gitarrenspuren, weil der Atari diese damals nicht hatte aufnehmen können. Das ist heute unter Logic Pro naturgemäß nicht mehr der Fall. Der Vielzahl der Hardware-Synthesizer bin ich dennoch treu geblieben, kombiniere sie aber auch mit Software-Instrumenten.

Dieser kurze Musikakzent im 7/8-Takt ist beispielsweise ein voll elektronisches Arrangement (gespielt auf dem Yamaha Montage 8 und dem Roli Seaboard Rise und Equator for Rise):

Ich bin aber auch Rockmusiker und spiele – je nach Bedarf – E-Gitarre und Bass. Dadurch sind, sobald  die Produktionsmittel es in den neunziger Jahren erlaubten, zunehmend abstrakte Harmonien, Jazz- und Rock-Elemente eingeflossen. Mit den mir heute zur Verfügung stehenden Produktionsmittels sind die Möglichkeiten im Vergleich zu damals unbegrenzt. 
Einige Singles stehen in den einschlägigen Streaming- und Download-to-Own-Portalen wie Apple Music und Spotify zur Verfügung. Sie finden Sie, wenn Sie meinen Namen suchen, oder hier direkt als Link zu den Titeln Roaming Off-Season und Maneki-Neko Zoo, die beide eher ins atonale oder Jazz-Fach gehören.

Electronica und Rockmusik, Jazz und Schlichtheit bilden eine Pluralität der Stile in Komposition und Arrangement. Aber das erklären sämtliche Künstler gern über sich, dass sie „in keine Schublade gepackt werden wollen“. Wenn die  Schublade lautet: „Elektronisch produzierte Musik mit einem Sinn für Melodien“, kann ich das akzeptieren.